Heißhunger vorbeugen, bekämpfen und austricksen

Fast jeder kennt diesen Moment, wenn man abends vor dem Fernseher sitzt und einen plötzlich die Lust nach einer Tüte Chips oder einer Tafel Schokolade überkommt.
Es wurde bereits sehr viel darüber geschrieben, was gegen diese Heißhungerattacken hilft und wie man sich am besten gegen sie wappnet. Doch welche der Tricks funktionieren? Welche sind überhaupt praktikabel? Wie so oft bei Ernährungsthemen gibt es keine schnelle und einfache Lösung. Allerdings haben wir einige Tipps zusammengetragen, die relativ einfach umzusetzen sind und dadurch Erfolg versprechen.

Der Kampf gegen den Heißhunger beginnt idealerweise bereits morgens: Frühstücken Sie ausgiebig. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist und so ausgewogen wie möglich sein sollte. Auch mit wenig Zeit ist es durchaus möglich, ausgewogen zu frühstücken. Ein Haferbrei mit Magerquark, zerstampfter Banane und Zimt lässt sich hervorragend abends vorbereiten und auch mit ins Büro nehmen.
Abgesehen vom Frühstück ist es ebenso wichtig, die Mahlzeiten über den Tag einzuhalten. Durch den konstanten Blutzuckerspiegel wird die Lust auf Fettiges oder Süßes abends gesenkt.
Neben der Einhaltung aller Mahlzeiten ist es ratsam, das Essen nicht vor dem Fernseher einzunehmen. Denn einerseits lenkt die Flimmerkiste vom Sättigungsgefühl ab, andererseits verknüpfen wir auch, wie Pawlows Hund die Glocke, den Fernseher mit Essen. Das bedeutet, dass immer wenn der Fernseher läuft, ein unbewusstes Verlangen nach Essen Wer hungrig ist wird auch etwas essenentsteht.

Sollte der Heißhunger dennoch kommen, raten wir, anstatt der Fressattacke nachzugeben, die Lust auf Süßes mit einem Glas dünner Saftschorle zu dämpfen. Ganz grundsätzlich hilft es auch, über den Tag verteilt viel zu trinken. Am Besten ist Wasser oder ungesüßter Tee, aber auch verdünnte Saftschorlen sind nicht verboten.

A propos Verbote: aus eigener Erfahrung raten wir dringend von Verboten oder einem Komplettverzicht ab. Das liegt daran, dass wir uns mit Verboten (gerade mit selbst auferlegten) unnötigem Stress aussetzen. Und Stress ist wiederum ein Auslöser von Heißhunger und Fressattacken.
Stattdessen kann man sich selbst limitieren und nur eine Rippe aus der Tafel Schokolade brechen oder die Chips in eine kleine Schale füllen, anstatt die ganze Tüte mit zur Couch zu nehmen. Noch besser ist es allerdings, sich selbst auszutricksen: Je höher zum Beispiel der Kakaoanteil in der Schokolade ist, desto weniger Zucker und Fett sind enthalten. Anstatt Chips helfen in der Schale geröstete Sonnenblumenkerne. Die haben zwar per se nicht weniger Kalorien, aber dadurch, dass sie erst aus der Schale gepult werden müssen, isst man langsamer und weniger. Ideal wäre natürlich, anstatt der Schokolade lieber gleich Obst zu essen, und statt der Chips Rohkost mit Kräuterquark. Aber wer eine Heißhungerattacke erlebt hat, weiss dass man sich nicht erst in die Küche stellt um Rohkost zu schneiden. Vorbeugend Rohkost anstatt Chips auf den Tisch zu stellen ist aber eine gute Methode, um nicht doch der Versuchung nachzukommen.

Zum Abschluss haben wir noch ein paar grundsätzliche Tipps, die je nach Lebenssituation einfacher oder schwieriger umzusetzen sind:
Versuchen Sie viel zu schlafen, gehen Sie so oft wie möglich zu Fuß und versuchen Sie Stress zu vermeiden. Denn wie gesagt, Stress begünstigt Fressattacken.